21. März 2025

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Tibetologie darf nicht verschwinden: Offener Brief an die Universität Bern

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In einem «Bund»-Artikel wurde diese Woche publik gemacht, dass die Universität Bern Tibetologie ab Herbst aus dem Studienangebot streicht. Tibetische Partnerorganisationen von Voices kritisieren den Entscheid in einem Offenen Brief.

An der Universität Bern sollen Kurse in tibetischer Sprache und Kultur nicht mehr angeboten werden, dafür seit Kurzem der Kurs «Chinesische Sprache und Gesellschaft». Dies geht aus einem Artikel im «Bund» vom 17. März hervor. Auch SRF hat darüber berichtet. Im Radiobeitrag kommt Selina Morell, Programmleiterin China von Voices, zu Wort.

Die tibetischen Partner:innen von Voices Voices kritisieren den Entscheid der Universität Bern. Denn die Schweiz ist Heimat einer der grössten tibetischen Exilgemeinschaften weltweit. Es ist deshalb umso wichtiger, dass hier Tibetologie-Studiengänge besucht werden können. Die Volksrepublik China verfolgt längerfristig eine Politik, die versucht, die tibetische Sprache, Kultur und Religion zu verdrängen. Auch der Bundesrat bestätigte in seinem Bericht zur Situation der Tibeter:innen und Uigur:innen, dass Tibeter:innen in der Volksrepublik China systematisch kontrolliert werden und einer Politik der „Umerziehung, Sinisierung und Indoktrinierung“ unterworfen sind.

Die Universität Bern sendet im aktuellen politischen Kontext ein falsches Signal aus, wenn sie Tibetische Sprache und Kultur aus öffentlichen Studienangeboten streiche, kritisieren die Organisationen. Voices unterstützt das Statement ihrer Partnerorganisationen und die Kritik am Entscheid der Universität Bern.

Zum Offenen Brief tibetischer Exil-Organisationen in der Schweiz an die Universität Bern

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