09. Dezember 2025

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Brasilien: Der Hauptsitz der Indigenen Gemeinschaft der Mundurukú ist fertig

Im Spätherbst 2025 wurde der Hauptsitz der Partnerorganisation Pariri fertig. Foto: Pariri

Nach mehreren Jahren hat die Indigene Gemeinschaft der Mundurukú ihren Hauptsitz fertiggestellt. Voices hat dabei ihre Partnerorganisation Pariri finanziell unterstützt.

Im Spätherbst konnte unsere Partnerorganisation Pariri ein wichtiges Projekt fertigstellen: Endlich ist der Hauptsitz fertig! Die Büro-Räumlichkeiten sowie der überdachte Versammlungs-Platz sind gebaut und eingerichtet. Diese zentrale Koordinationsstelle, die mit modernen Kommunikationsmitteln ausgerüstet ist, hilft der Gemeinschaft, die Aktionen zum Schutz ihrer Lebensgrundlage und des Regenwaldes zu organisieren. Hier wollen sie Schulungen und Workshops für die Mitglieder der Gemeinschaft anbieten, den Einsatz gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes koordinieren und ein Dokumentationszentrum mit Beweisen für die bisherigen Zerstörungen, aber auch über die Geschichte und Tätigkeiten der Mundurukú einrichten. Voices hatte den Bau finanziell unterstützt – wir danken allen, die sich daran beteiligt haben!

«Der Hauptsitz ist ein Traum der Mundurukú, er hat symbolischen und praktischen Wert», sagt Raione Lima Campos von der Partnerorganisation Pariri. „Der Hauptsitz stärkt unsere Organisation: Er dient als Büro, Museum, Dokumentation und Ort für kulturelle Veranstaltungen.“

Unterstützung auf einem schwierigen Weg

Das Gebiet Sawré Muybu erstreckt sich entlang des Tapajós-Flusses im brasilianischen Amazonas. Es umfasst mehr als 400’000 Hektar des Amazonas-Regenwaldes. Die Region ist reich an biologischer Vielfalt und beheimatet seit etwa 4’000 Jahren die Indigene Gemeinschaft der Mundurukú.

Die Region des Tapajós-Beckens im Bundesstaat Pará ist von der industriellen Erschliessung des Amazonas besonders betroffen. Die Regierung will zwischen Itaituba, Miritituba und Santarenzinho mehr als 30 Häfen für den Getreidetransport bauen und diese mit einer «Ferrogrão» genannten Eisenbahnlinie verbinden. Diese Projekte wurden ohne vorherige freie und informierte Konsultation der betroffenen Indigenen Gemeinschaften geplant.

Die Gemeinschaft der Mundurukú widersetzt sich seit Jahren gegen Infrastrukturprojekte, illegalen Goldabbau, Agrarindustrie und der Abholzung auf ihrem Territorium – auch mit Erfolg. Der neue Hauptsitzt stützt dieses Engagement und stärkt die Gemeinschaft.

Bild: Im Spätherbst konnte der Hauptsitz fertiggestellt werden. Foto: Pariri

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